Unter dem Regenbogenschirm: Kirche als Raum für alle

Karikatur: T. Wizany / Kirchenzeitung
Der Cartoon in der Kirchenzeitung zum „Sonntag vom Guten Hirten“ setzt ein starkes Zeichen: Der gute Hirte wird mit einem Regenbogenschirm dargestellt – ein Bild, das die Anliegen der Regenbogenpastoral auf den Punkt bringt. Es macht sichtbar, was in der kirchlichen Realität längst gilt: Unter den Getauften gibt es auch queere Menschen, die selbstverständlich Teil der Kirche sind und ihren Glauben leben.
Die Regenbogenpastoral versteht sich als Begleitung für diese Menschen – sensibel, offen und auf Augenhöhe. Sie richtet sich an alle, die sich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität der LGBTIQ*Community zugehörig fühlen und zugleich ihren Platz im kirchlichen Leben suchen oder bewusst gestalten möchten. Dabei geht es nicht um Sonderwege, sondern um ein grundlegendes Verständnis von Kirche als Raum für Vielfalt, getragen von Respekt und Anerkennung.
Seit vielen Jahren setzt sich die Regenbogenpastoral dafür ein, dass unterschiedliche Lebens- und Beziehungsformen, die auf Liebe basieren, wertschätzend wahrgenommen und begleitet werden. Entscheidend ist dabei die Freiwilligkeit: Angebote richten sich an jene, die Begleitung wünschen – ohne Druck, aber mit klarer Haltung.
Die Botschaft dahinter ist einfach und zugleich zentral: Gottes Zuwendung gilt allen Menschen. Diese Zusage bildet die Grundlage für eine Pastoral, die Vielfalt nicht als Herausforderung, sondern als gelebte Wirklichkeit begreift.

